Der Bücher-Blog

Schlagwort: Familie (Seite 1 von 14)

Rezension: „All that we never were“ von Alice Kellen

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Die 19jährige Leah war glücklich. Sie hatte ein großartiges Leben. Doch dann sterben ihre Eltern bei einem Autounfall. Sie überlebt den Unfall. Und seitdem ist ihr Leben einfach nur grau, traurig und leer. Sie kommt mit dem Verlust ihrer Eltern nicht zurecht. Als dann auch noch ihr großer Bruder beruflich für ein Jahr wegziehen muss und sie bei seinem besten Freund Axel in der Zeit unterbringt, sieht Axel diese Zeit als Chance, Leah wieder leben zu sehen. Er hat nicht auf dem Schirm, dass er sich in die junge Frau verliebt….

Meine Meinung:

Das Buch ist der erste Teil einer Dilogie und hat mich sehr berührt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Leah und aus der Sicht von Axel erzählt. Der Perspektivenwechsel ist klar ersichtlich erkennbar. Weiterlesen

Rezension: „Elektrische Fische“ von Susan Kreller

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Emma zieht mit ihrer Mutter und ihren beiden Geschwistern nach der Trennung vom Vater von Irland in einen kleinen Ort nach Mecklenburg-Vorpommern zu den Großeltern mütterlichseits.

Während es für Emmas Mutter ein „nach Hause kommen“ ist, haben Emma, Dara und Aoife große Schwierigkeiten, sich einzugewöhnen. Heimweh, die zurückhaltenden Großeltern, die Enge des Hauses und die Schwierigkeiten in der Schule tun ihr Übriges dazu bei.
Also fasst Emma einen Plan: sie will zurück nach Irland. Und helfen soll ihr ihr Klassenkamerad Levin…

Meine Meinung:

Schon das Cover stimmt einen auf die Geschichte von Emma ein: ein junges Mädchen, ganz allein am Meer.

Emma will nicht nach Deutschland. Das belastet das Verhältnis zu ihrer Mutter sehr. Sie reden nicht mehr miteinandern. Die Mutter ist ihr fremd geworden. Alles erdrückt sie. Das Zimmer im Haus der Großeltern, dass sie mit ihrer kleinen Schwester teilen muss. Die wortkargen Großeltern, die so fremd sind. Die Schule, in der die anderen Jugendlichen alle irgendwie komisch sind. Der spießige Ort, in dem sie nun leben. Es gibt nichts, was in Velgow schön ist. Gar nichts.

Emmas achtjährige Schwester Aoife hat es noch schwerer. Sie spricht nicht so gut Deutsch wie Emma. Das und ihr ungewöhnlicher Name sorgen dafür, dass sie in der Klasse überhaupt keinen Anschluss findet. Nach kurzer Zeit zieht Aoife sich vollkommen in sich selbst zurück und hört auf mit Sprechen. Nichts, wirklich gar nichts, bringt sie dazu, wieder mit Reden zu beginnen.

Emma will zurück nach Dublin. Doch wie soll sie das anstellen? Als sie Levin kennenlernt und die beiden irgendwie Freunde finden, beschließt Levin ihr zu helfen und die beiden schmieden einen todsicheren Plan.

„Und im Zimmer meiner Mutter wird mir irgendwann klar, dass man mit Heimweh immer alleine ist, Heimweh ist ein winziger Raum, der nach Eukalyptusriecht, Heimweh ist ein Zimmer mit alten braunen Möbeln und einem viel zu schmalen Bett und das schlimmste Heimweh ist das, das nach einigen Monaten wiederkommt, viel stärker als zuvor und ausgerechnet dann, wenn man schon gar nicht mehr richtig daran gedacht hat.“ – Seite 130

Levin hat auch ein schweres Päckchen zu tragen. Die Krankheit seiner Mutter bestimmt das Leben seiner Familie. Und auch er ist einsam. Sie wie Emma. Wenn auch auf eine andere Art und Weise.

Und so nähern sich die beiden an. Werden Freunde. Und dann rückt der Tag der Flucht nach Dublin immer näher….

„Ich glaube, ein Abschied beginnt spätestens dann, wenn man genau zählen kann, wie oft man sich noch sehen wird. Oder wenn man es ungefähr sagen kann. Oder wenn man nicht weiß, ob man sich überhaupt noch mal sieht“ – Seite 149

Emma ist mutig. Emma will sich nicht mit der Situation abfinden. Doch – unmerklich verändert sich etwas in ihr. Alles wird vertrauter. Levin ganz besonders. Die Einsamkeit verändert sich. Fast unbemerkt.

Die Einsamkeit und Traurigkeit von Emma und ihren Geschwistern sind zu Beginn auf jeder Seite zu spüren. Das Leben scheint vollkommen trostlos. Diese Stimmung dominiert den größten Teil der Geschichte. Das kann mitunter beim Lesen beklemmend wirken.

Dennoch gibt es nach einem Weilchen auch Lichtblicke und Hoffnung. Hoffnung, dass Freundschaft auch trostlose Situationen verändern kann. Das aus schwierigen Situationen auch etwas Gutes entstehen kann. Auch wenn man das zu Beginn nicht sehen kann.
Man darf nur die Hoffnung nicht aufgeben und muss sein Herz öffnen. Und versuchen, auch im Regen zu tanzen.

„Elektrische Fische“ ist ein lesenswertes Buch und gleichermaßen für junge Leser und Erwachsene geeignet.

Rezension: „Die Haushälterin“ von Joy Fielding

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Jodis Tag könnte mehr als 24 Stunden haben, so viel hat sie täglich zu tun. Da sind ihre beiden Kinder, ihr Mann, ihr Job und schließlich noch ihre betagten Eltern mit ihrer schwerkranken Mutter, die viel Unterstützung brauchen.

Da kommt die resolute und engagiert Elyse, die sich als Haushälterin vorstellt, genau recht. Überraschenderweise frisst Jodis schwieriger Vater Elys bereits nach kurzer Zeit aus der Hand. Jodi ist eigentlich erleichtert, doch bald schleicht sich ein ungutes Gefühl ein. Jodi ignoriert es, denn alles läuft gerade einigermaßen gut. Doch dann stirbt plötzlich ihre Mutter….

Meine Meinung:

Spannender Roman. Nicht zwingend überraschend, aber trotzdem sehr unterhaltsam. Weiterlesen

Rezension: „Das einzige Kind“ von Hera Lind

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Der kleine Djoko lebt ein zurückgezogenes Leben mit seinen Eltern im Jugoslawien zu Beginn der 40iger Jahre. Doch dann beginnt der Bürgerkrieg und auch die Deutschen fallen in Jugoslawien ein und für Djoko beginnt nach dem gewaltsamen Tod eine Odyssee…

Meine Meinung:

Das in Jugoslawien gleichzeitig zur Zeit des zweiten Weltkriegs ein Krieg der Partisanen gegen die Ustachas tobte, war mir zwar schon durch ein anderes buch von Hera Lind ein wenig geläufig, aber die Gräueltaten, die dieser Bürgerkrieg auslöste, war es nicht. Weiterlesen

Rezension: „Das Erbe der Rosenthals“ von Armando Lucas Correra

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

New York 2014: Annas Vater ist 2001 beim Anschlag auf das World Trade Center ums Leben gekommen. Anna hat ihn nie kennengelernt. Als unverhofft ein Brief ihrer Großtante Hannah aus Kuba eintrifft, beschließt sie, ihre Großtante in Kuba zu besuchen, um endlich etwas über ihren Vater herauszufinden.

Berlin 1939: Hannah ist elf Jahre alt, als sie mit ihrer Familie auf der St. Louis Richtung Kuba aufbricht, um die Gefahren des Nationalsozialismus hinter sich zu lassen. Denn sie sind jüdischen Glaubens. Doch während der Reise ändert Kuba die Einreisebedingungen und nur wenige Menschen dürfen das Schiff in Kuba verlassen. Hannahs Familie wird auseinandergerissen und ihr Vater zurück nach Deutschland geschickt…

Meine Meinung:
Die Geschichte spielt in zwei Handlungssträngen. Da ist einmal die elfjährige Hannah, die gemeinsam mit ihrem besten Freund nicht wirklich versteht, in welcher Gefahr sie beide und ihre Familien schweben. Wie sollten sie auch? Weiterlesen

Rezension: „Eine Liebe ohne Sommer“ von Timothy Paul

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Zum Inhalt:

Rosa und Nikolas. Das hätte etwas Großes werden können. Etwas für immer. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Drei Monate nach ihrem Kennenlernen stirbt Nikolas plötzlich und Rosa stellt fest, dass sie ihn eigentlich gar nicht richtig kannte. Also macht sie sich auf die Suche nach Antworten, wer Nikolas denn eigentlich wirklich war.

Meine Meinung:
Ich hatte das große Glück, den sympathischen Autor dieses wunderbaren Buches auf der Buchmesse in Leipzig bei einer Lesung kennenlernen zu dürfen und habe mich von „Eine Liebe ohne Sommer“ schon bei der Lesung in den Bann ziehen lassen. Weiterlesen

Rezension: „In ewiger Schuld“ von Harlan Coben

[eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Vor drei Monaten hat Maya – ehemalige Militärangehörige – ihre Schwester bei einem Raubmord verloren, nun wurde ihr Ehemann Joe in ihrem Beisein im Park erschossen. Kurz nach der Beerdigung entdeckt Maya ihren Mann auf der Nannycam. Dabei hat sie ihn doch gerade begraben? Ist er überhaupt nicht tot? Maya beginnt zu recherchieren und kommt einem dramatischen Familiengeheimnis auf die Spur….

Meine Meinung:

Maya ist tough. Eine Waffennärrin. Und mit Leib und Seele Militärangehörige gewesen. Das vermisst sie sehr. Weiterlesen

Rezension: „Alle glücklich“ von Kira Mohn

[Werbung / beim Gewinnspiel gewonnen]

Zum Inhalt:
Bilderbuchfamilie aus München. Keine Geldsorgen. Ein schönes Zuhause in einer guten Gegend.

Nina: Ehefrau und Mutter. Studium zugunsten der Familie seinerzeit abgebrochen, Teilzeit tätig in einer Arztpraxis und einem Supermarkt.

Alexander: Ehemann und Vater. Arbeitet als Oberarzt im Krankenhaus und ist selten zuhause.

Emilia: Tochter und Schwester. Gymnasiastin. Frisch verliebt.

Ben: Sohn und Bruder. Student. Sucht noch seinen Platz im Leben und in der Gesellschaft.
Alles bestens, oder?

Meine Meinung:

Die Geschichte von dieser Familie, ist eine Geschichte, wie sie vermutlich dem Leben anderer Familien mehrere tausend Mal in Deutschland jeden Tag auf die ein oder andere Art und Weise  ähnelt. Weiterlesen

Rezension: „Der Himmel in Deinen Worten“ von Brigid Kemmerer

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Seit ihre Mutter bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, macht alles in Juliets Leben keinen Sinn mehr. Das Einzige, womit sie ihren Tag neben der Schule verbringt, ist der tägliche Besuch auf dem Friedhof beim Grab ihrer Mutter. Dort legt sie die selbstgeschriebenen Briefe ab, die sie ihr immer wieder schreibt.

Eines Tages stellt sie fest, dass jemand auf ihren Brief an ihre Mutter geantwortet hat. Zuerst ist sie empört und will ihm eine wütende Antwort dalassen, doch dann entwickelt sich daraus ein Briefwechsel, der ihr Leben und ihre Trauer verändern wird…

Meine Meinung:

Was. Für. Ein. Wunderbarer. Roman.

Juliet ist zerbrochen. Der Tod ihrer Mutter hat alles, was sie in ihrem Leben hatte, gefährlich ins Wanken gebracht. Wieder in den Alltag hineinzufinden und die Dinge, die sie vor dem Unfall getan hat, zu tun, schein unerreichbar fern zu sein. Weiterlesen

Rezension: „Das Jahr voller Bücher und Wunder“ von Libby Page

[Eigenes Exemplar]

Zum Inhalt:

Seit neun Monaten ist in Tillys Leben nichts mehr so wie es war. Vor neun Monaten ist ihr Mann Joe kurz nach ihrer Hochzeit an Krebs verstorben. Heute ist ihr Geburtstag. Und Tilly weiß nicht, wie sie ihn überstehen soll. Da klingelt ihr Telefon. Ein gewisser Alfie Lane ist am Apparat. Inhaber der kleinen Buchhandlung Book Lane. Für sie wurde ein Buch in der Buchhandlung für diesen Tag hinterlegt. Von ihrem Mann Joe…

Meine Meinung:

Tja, wo fange ich am besten an…. Dieses Buch ist eines der großartigsten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Definitiv eines meiner Highlights in 2025. Weiterlesen

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