Der Bücher-Blog

Kategorie: Drama & Schicksal (Seite 1 von 16)

Rezension: „Die Perlentaucherin“ von Jeff Talarigo

[Werbung / eigenes Exemplar / selbst gekauft]

Zum Inhalt:

Japan 1948. Fräulein Fuji verdient ihren Lebensunterhalt als Perlentaucherin. Das Meer ist ihr Lieblingsort. Was die Zukunft ihr bringt, weiß sie noch gar nicht.
Doch eines Tages entdeckt sie einen Fleck auf ihrer Haut. Sie ist an Lepra erkrankt. Damit verändert sich alles. Sie wird – wie andere Leprakranke in Japan auch – von ihrer Familie verstoßen, muss ihren abgeben und wird auf einer Insel verbannt und muss fortan da ihr Leben verbringen…

Meine Meinung:
Ich habe vor vielen Jahren mal einen ganz bezaubernden Roman über Japans Perlentaucherinnern gelesen und war nun auch sehr gespannt auf das buch von Jeff Talarigo.

Die Geschichte über die Verbannung der an Lepra erkrankten Menschen in Japan hat mich sehr berührt. Aus ihrem Leben gerissen und von ihren Familien getrennt, ein Leben ohne Freiheit und Perspektiven ist das, was Fräulein Fuji jeden Tag aufs Neue im Alltag erwartet.

Die Patienten müssen für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Sie schließen Freundschaft und nehmen für immer Abschied, wenn einer ihrer Leidensgenossen die Augen für immer schließt.
Die einzelnen Kapitel tragen als Überschrift immer eine Artefaktnummer und Artefaktbezeichnung. Dieses Artefakt spielt eine Rolle in dem Kapitel.
Heiraten ist erlaubt. Kinderkriegen ist verboten. Ungeplante Schwangerschaften werden auch im neunten Monat noch abgetrieben. Zwangssterilisation ist bei Heirat ein Muss.
Diese Grausamkeiten sind nur schwer verdaulich beim Lesen.

Leise und unaufdringlich erzählt Jeff Talarigo die Geschichte der dort lebenden Menschen in einer poetischen Sprache. Das nimmt der Geschichte jedoch keinesfalls etwas von der Erschütterung, die man beim Lesen zwangsläufig verspürt,

Und obwohl es bereits Ende der 40iger Jahre medizinische Mittel gab, die die Lepraerkrankung fast vollständig eingedämmt haben und die Ansteckung gesunder Menschen quasi unmöglich gemacht wurde, verweigerte Japan die Entlassung der auf den Inseln verbannten Leprapatienten bis in die 90iger Jahre hinein.

Am Ende des Buches, als Fräulein Fuji die Insel schließlich verlassen darf, fällt es ihr schwer, sich an das normale Leben im modernen Japan anzupassen. Viel zu viele Jahre war sie auf dieser Insel isoliert. Das überrascht niemanden. Aber dennoch bleibt sie sanft und liebenswert, wie schon das ganze Buch hindurch, obwohl ihr Leben keinesfalls so verlaufen ist, wie sie es sich erträumt hat. Von Verbitterung ist nichts zu spüren. Wie kraftvoll. Wie wunderbar.

Ich wusste bis zum Lesen des Buches überhaupt nichts davon, dass Leprakranke auf Inseln deportiert worden sind. Dass die japanische Regierung trotz wirksamer Medikamente das Leid und die Isolation der dort lebenden Menschen weit bis über die notwendige Zeit hinaus, verlängert hat, hat mich erschüttert.

Angst vor Unbekanntem lässt Menschen Entscheidungen treffen, die mitunter erschreckende Ausmaße annehmen. Das begegnet uns ja auch in der heutigen Zeit immer wieder. Das Buch ist ein gutes Beispiel dafür.

Rezension: „The weight of falling“ von Sarah Stankewitz

[Werbung / Rezensionsexemplar / Gewinn Vorablesen]

Zum Inhalt:

Seit ihre beste Freundin sich durch einen Sturz von einem New Yorker Hochhaus umgebracht hat ist Clouds Leben trostlos und düster. Sie fehlt ihr so sehr. Einmal im Jahr kehrt Cloud zu dem Hochhaus zurück. Doch in diesem Jahr ist sie nicht allein. Der junge Freerunner Silas ist ebenfalls auf dem Dach. Er denkt, Cloud will sich ebenfalls umbringen und versucht sie davon abzuhalten. Diese Begegnung verändert beider Leben….

Meine Meinung:

Es ist das erste Buch, welches ich von Sarah Stankewitz gelesen habe und ich bin begeistert. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Cloud fühlt sich schuldig wegen dem Tod ihrer Freundin und führt aus diesem Grund ein sehr zurückgezogenes Leben. Schließt keine Freundschaften, ist sehr für sich. Belangloser Sex mit Fremden ist okay, aber sich an jemanden zu binden, ist es nicht. Weiterlesen

Rezension: „Das einzige Kind“ von Hera Lind

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Der kleine Djoko lebt ein zurückgezogenes Leben mit seinen Eltern im Jugoslawien zu Beginn der 40iger Jahre. Doch dann beginnt der Bürgerkrieg und auch die Deutschen fallen in Jugoslawien ein und für Djoko beginnt nach dem gewaltsamen Tod eine Odyssee…

Meine Meinung:

Das in Jugoslawien gleichzeitig zur Zeit des zweiten Weltkriegs ein Krieg der Partisanen gegen die Ustachas tobte, war mir zwar schon durch ein anderes buch von Hera Lind ein wenig geläufig, aber die Gräueltaten, die dieser Bürgerkrieg auslöste, war es nicht. Weiterlesen

Rezension: „Das Erbe der Rosenthals“ von Armando Lucas Correra

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

New York 2014: Annas Vater ist 2001 beim Anschlag auf das World Trade Center ums Leben gekommen. Anna hat ihn nie kennengelernt. Als unverhofft ein Brief ihrer Großtante Hannah aus Kuba eintrifft, beschließt sie, ihre Großtante in Kuba zu besuchen, um endlich etwas über ihren Vater herauszufinden.

Berlin 1939: Hannah ist elf Jahre alt, als sie mit ihrer Familie auf der St. Louis Richtung Kuba aufbricht, um die Gefahren des Nationalsozialismus hinter sich zu lassen. Denn sie sind jüdischen Glaubens. Doch während der Reise ändert Kuba die Einreisebedingungen und nur wenige Menschen dürfen das Schiff in Kuba verlassen. Hannahs Familie wird auseinandergerissen und ihr Vater zurück nach Deutschland geschickt…

Meine Meinung:
Die Geschichte spielt in zwei Handlungssträngen. Da ist einmal die elfjährige Hannah, die gemeinsam mit ihrem besten Freund nicht wirklich versteht, in welcher Gefahr sie beide und ihre Familien schweben. Wie sollten sie auch? Weiterlesen

Rezension: „Eine Liebe ohne Sommer“ von Timothy Paul

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Zum Inhalt:

Rosa und Nikolas. Das hätte etwas Großes werden können. Etwas für immer. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Drei Monate nach ihrem Kennenlernen stirbt Nikolas plötzlich und Rosa stellt fest, dass sie ihn eigentlich gar nicht richtig kannte. Also macht sie sich auf die Suche nach Antworten, wer Nikolas denn eigentlich wirklich war.

Meine Meinung:
Ich hatte das große Glück, den sympathischen Autor dieses wunderbaren Buches auf der Buchmesse in Leipzig bei einer Lesung kennenlernen zu dürfen und habe mich von „Eine Liebe ohne Sommer“ schon bei der Lesung in den Bann ziehen lassen. Weiterlesen

Rezension: „Weil Dein Herz noch immer schlägt“ von Susy McPhee

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Marion hat alles verloren, was ihr Leben lebenswert macht: Ihre zehnjährige Tochter Hope kam bei einem Unfall mit Fahrerflucht um Leben. Durch die Trauer weist sie alle Menschen zurück und eines Tages hält ihr Mann das nicht mehr aus und verlässt sie. An diesem Punkt beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch dann – gerade, als sie sich fest entschlossen hat, am kommenden Abend ihr Leben zu beenden, beschließt das Schicksal, ihren Plan einfach zu ändern….

Meine Meinung:

Marion ist unendlich traurig. Ihr Leben hat jeden Sinn verloren.

Jeder, der schon einmal einen Menschen verloren hat, kann nachvollziehen, wie es ihr geht. Die Trauer, die Wut, die Hoffnungslosigkeit sind die ständigen Begleiter in dem Leben „danach“. Weiterlesen

Rezension: „Briefe an Moa“ von Jenny Fagerlund

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:
Moa erbt nach dem Tod ihrer Großmutter Elsa ihre Eigentumswohnung in Stockholm. Eigentlich will sie sie verkaufen und nur für den Verkauf vorbereiten. Denn der eigentliche Plan ist es, sich gemeinsam mit ihrem Freund Ruben eine hippe Eigentumswohnung in einem der angesagteren Viertel von Stockholm zu kaufen. Das will auch Moa. Denkt sie zumindest. Doch während Ruben sich aufgrund beruflicher Gründe oft außerhalb von Schweden aufhält und Moa sich ganz allein mit der Wohnungsauflösung beschäftigt und ihre Großmutter nochmal ein Stück weit dadurch kennenlernt, verändert sich etwas in Moa…

Meine Meinung:

Bisher habe ich von Jenny Fagerlund zwei Weihnachtsromane gelesen, die mich hellauf begeistert haben und umso mehr gespannt war ich auf den Roman „Briefe an Moa“. Weiterlesen

Rezension: „Remain: Was von uns bleibt“ von Nicholas Sparks & M. Night Shyamalan

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Zum Inhalt:

Seit dem Tod seiner Schwester hat der freiberufliche Architekt Tate sehr mit seinem Leben zu kämpfen. Da kommt ihm das Angebot, für seinen besten Freund ein Ferienhaus zu gestalten gerade recht. Er hofft, im beschaulichen Cape Cod und mit der Gesellschaft seines besten Freundes wieder Fuß im Leben zu fassen und neue Perspektiven zu finden.

Seine Nächte verbringt er in einem nahegelegenen Bed & Breakfast. Die Besitzerin Wren bezaubert ihn vom ersten Moment an. Doch irgendetwas schein mit ihr nicht zu stimmen.
Als er herausfindet was es ist, zieht es ihm erneut den Boden unter den Füßen weg…

Meine Meinung:

Ich bin ein großer Fan von Nicholas Sparks und liebe seine berührenden und herzergreifenden Geschichten sehr. Umso gespannter war ich nun auf „Remain – Was von uns bleibt“, welches er zusammen mit dem bekannten Regisseur M. Night Shyamalan geschrieben hat. Weiterlesen

Rezension: „Alle unter einer Tanne“ von Lo Malinke

[Eigenes Exemplar]

Zum Inhalt:

Seit drei Jahren sind Elli und Robert getrennt und mittlerweile sogar geschieden. Beide haben einen neuen Lebenspartner. Robert lebt mit seiner Sprechstundenhilfe Chrissie zusammen und Elli hat sich in ihren 20 Jahre jüngeren Fahrlehrer Micha verliebt und wohnt mit ihm im ehemals gemeinsamen Haus. Doch ihren drei erwachsenen Kindern haben sie nichts gesagt. Und jedes Jahr an Weihnachten zieht Micha bei Elli aus und Robert ein. Das Haus wird vollkommen umdekoriert, so als wäre Robert niemals ausgezogen. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Denn kurz bevor die Kinder kommen, steht Chrissie mit einem gepackten Koffer vor der Tür und weigert sich, wieder zu gehen. Als dann die Kinder kommen, ist das Chaos perfekt….

Meine Meinung & Spoilerwarnung:

Der Klappentext klang nach einem unterhaltsamen verflixt chaotischen und lustigen Weihnachtsroman und so habe ich ihn mir für die Weihnachtszeit ertauscht. Weiterlesen

Rezension: „Engelsfunkeln“ von Viola Shipmann

[Eigenes Exemplar]

Zum Inhalt:

Kate liebt Weihnachten über alles und hat ihre Leidenschaft mit einer Dekorier-Firma zum Beruf gemacht. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Sie hat Liebeskummer und die Weihnachtsvorfreude will sich nicht so recht einstellen.

Bei einem Auftrag für eine große Firma ihrer Heimatstadt lernt sie Chad und seinen kleinen Sohn Cooper kennen, die vor kurzem ihre Frau und Mutter verloren haben und deren Weihnachtsfreude auch in diesem Jahr ausbleibt.
Geschäftspartner von Chad engagieren Kate, um heimlich Chads Haus weihnachtlich zu dekorieren und das verändert alles…

Meine Meinung:

Die Geschichte von Kate und Chad ist eine wunderschöne und auch traurige Weihnachtsgeschichte. Weiterlesen

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