Buchspinat

Der Bücher-Blog

Kategorie: Rezensionen (Seite 1 von 21)

Rezension „Mauerpost“ von Maike Dugano & Anne-Ev Ustorf

[als Werbung gekennzeichnet, da Rezensionsexemplar/Verlinkung]

Zum Inhalt:

Berlin 1988: Juli ist fast sechzehn Jahre alt und lebt schon immer im ostdeutschen Teil der geteilten Stadt. Durch ihre ältere Nachbarin „Oma Ursel“ bekommt sie per Brieffreundschaft Kontakt zu der dreizehnjährigen Ines, die in Kreuzberg in Berlin lebt. Kein ungefährlicher Kontakt. Die Briefe zwischen den beiden Mädchen müssen heimlich über die Grenze gebracht werden. Ines war noch nie im Ostteil der Stadt, um ihre Oma zu besuchen. Ihre Mutter hat seinerzeit unerlaubt die DDR verlassen und hat sämtliche Kontakte in die DDR abgebrochen.

Zwischen Ines und Julia wächst das Vertrauen und immer häufiger hinterfragt Julia das System. Auch Ines versucht, etwas über die damaligen Vorkommnisse um ihre Mutter herauszufinden und bald sind die Mädchen kurz davor, ein dramatisches Familiengeheimnis aufzudecken, nichtsahnend, dass sie sich und ihre Lieben damit in Gefahr bringen….

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Rezension: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag

Zum Inhalt:

Seit sie denken kann, lebt Sophie allein mit ihrem Vater. Ihre Mutter verließ die Familie, als sie klein war. Doch nun hat ihr Vater seine große Liebe gefunden und zieht mit Sophie von Hamburg nach München. Sophie ist deswegen ziemlich unglücklich, aber allein in Hamburg zu bleiben, ist für sie leider keine Option. Zumindest aus Sicht ihres Vaters. Also muss sie mit und beschließt, nichts und niemanden in München zu mögen. Doch das ist gar nicht so leicht. Lena, die Freundin ihres Vaters ist unfassbar freundlich zu ihr und auch Alex, das Nachbarmädchen scheint nett zu sein. Langsam freundet sich Sophie mit Alex an. Auf einer Party kommen sich die beiden beim Flaschendrehen näher und plötzlich hat Sophie Schmetterlinge im Bauch, wenn ihr Alex gegenübersteht….

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Rezension: „Morgen irgendwo am Meer“ von Adriana Popescu

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Zum Inhalt: Zum letzten Mal Sommerferien. Und ein Road Trip nach Lissabon. Klingt ziemlich großartig. Klingt nach Spaß. Nach Sonne, Meer und jeder Menge Party. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Denn Romy, Julian, Konrad und Nele tragen alle vier mehr als genug seelisches Gepäck mit sich herum. Und während sie gemeinsam auf engstem Raum dem Meer entgegenfahren, fällt es ihnen zunehmend schwerer, ihre Geheimnisse zu wahren….

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Rezension: „Sauwohl oder hundeelend? Mein Eintrag- und Ausfüllbuch“

Das nenne ich mal ein lustiges Tagebuch. Gerade, wenn man nicht so viel Zeit am Tag investieren will, um darüber zu schreiben, wie der Tag war und wie man sich fühlt. Für jeden Tag gibt es in diesem Buch mit verschiedenen Fragen und Aussagen zum Tag. Das ganze wird durch lustige Zeichnungen ergänzt.

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Rezension „Der Wind nimmt uns mit“ von Katharina Herzog

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Zum Inhalt:

Seit Maya erfahren hat, dass ihre Mutter nicht ihre leibliche Mutter ist, ist in ihrem Leben nichts mehr, wie es war. Ihr Meeresbiologie-Studium hat sie abgebrochen, einen Reiseblog ins Leben gerufen und reist seit 2 Jahren einfach kreuz und quer durch die Welt. Mit ihrer Mutter hat sie seitdem kaum ein Wort gewechselt. Sie kann ihr diese Lüge einfach nicht verzeihen.

Als sie nach einem One-Night-Stand feststellt, dass sie schwanger ist, macht sie sich auf die Suche nach dem Vater. Er soll auf La Gomera sein. Ausgerechnet. Denn dort lebt ihre Mutter. Trotzdem macht sich Maya auf die Reise nach La Gomera, um Tobi zu finden. Nichtsahnend, dass diese Entscheidung ihr ganzes Leben verändern wird….

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Rezension: „Extended Trust: Charlotte & Trenton“ von Sarah Saxx

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Zum Inhalt:

Charlotte hätte zu gerne einen richtigen Freund. Doch seit einem schrecklichen Erlebnis als Teenager kann sie es nicht ertragen, wenn ein Mann sich ihr körperlich nähert. Irgendwann kann sie diesen Zustand nicht mehr ertragen und beschließt Abhilfe zu schaffen. Sie will mit jemandem schlafen. Doch sie hat keinen Plan, wie sie das anstellen soll. Bis sie eines Tages bei einem Mädelsabend in einer Bar vom exklusiven Club „Extended“ erfährt. Ein Club, in dem Frauen mit Männern erotische Erlebnisse der besonderen Art erleben können. Plötzlich hat sie die Lösung ihres Problems gefunden. Einfach so. Meint sie. Doch dann begegnet sie Trenton, dem Besitzer vom „Extended“ und plötzlich wird alles noch viel komplizierter. Denn er lässt ihr Herz viel schneller schlagen …

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Rezension: „Nach der Parade“ von Moritz Hildt

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Zum Inhalt: Frank Baumann verbringt ein ganzes Jahr in New Orleans. Seine Frau Eva hat dort einen Forschungsauftrag an der hiesigen Universität angenommen. Er will in New Orleans endlich seinen Roman beenden, so ist sein Plan. Doch mittlerweile sind 6 Monate vergangen, er ist mit seiner Geschichte kein Stück weitergekommen.  Sein Leben plätschert ohne Höhen und Tiefen vor sich hin. Doch dann ist Mardi Gras und sein Leben wird komplett auf den Kopf gestellt….

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Rezension: „Zu nett für diese Welt. Jetzt rede ich“ von Jeff Kinney

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Zum Inhalt:

Rupert hat lange genug zugesehen, wie Greg mit seinen Tagebüchern erfolgreich ist. Also beschließt er, auch Tagebuch zu schreiben. Doch Greg findet diese Idee nicht so besonders gut und erlaubt Rupert schließlich großmütig, über ihn zu schreiben. Schließlich wird es später viele berühmte Biografien über ihn geben, und da ist es doch sinnvoll, wenn sein bester Freund die allererste Biografie von Greg verewigt…

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Rezension „Strange Heart – Grenzenlos“ von Samantha J. Green

Zum Inhalt:

Sandy hatte keine leichte Kindheit. Ihre Eltern starben viel zu früh bei einem Autounfall und ihre Adoptiveltern hätten besser kein Kind adoptieren sollten. Doch Sandy geht unbeirrt ihren Weg, bis sie eines Abends von einem Auto überfahren wird und nur knapp überlebt. Sie hadert damit, ein Spenderherz bekommen zu haben. Und auch damit, plötzlich auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Ihr Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen. Also beschließt sie, in dem besten Studio der Stadt beim „Sklaventreiber“ Mike zu trainieren, um endlich wieder auf ihren eigenen Beinen gehen zu können. Sie ahnt nicht, dass diese Entscheidung ihr Leben nochmal gehörig durcheinander wirbeln wird….

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Rezension: „Dein fremdes Herz“ von Kati Seck

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Zum Inhalt:

Nela hat ihrem Vater Hannes nie verzeihen können, dass er sie und ihre Mutter in ihrer Kindheit verlassen hat. Von einem Tag auf den anderen war er plötzlich einfach weg. Das hat ihr ganzes Leben verändert. Eine Aussprache war nie möglich. Ein paar Jahre später stirbt Hannes durch einen Verkehrsunfall…

Nun ist Nela erwachsen. Sie lebt ein zurückgezogenes Leben, das eigentlich nur aus Arbeit besteht. Eines Tages erhält sie ein Päckchen mit lauter Briefen. Briefe, die Ellen an Hannes geschrieben hat. Und einen Brief an Nela. Ellen war Hannes zweite Frau. Nela hadert mit sich, ob sie den Brief an sich überhaupt Lesen soll. Was das alles für einen Sinn hätte. Doch irgendwann siegt die Neugier. Sie liest ihn und erfährt, dass das Herz ihres Vaters gespendet wurde. Und wer der Empfänger ist. Sie beschließt spontan Urlaub zu nehmen und ans Meer zu reisen, um ihm zu begegnen. Dem Menschen, der das Herz ihres Vaters in sich trägt. Vielleicht kann sie dann endlich damit abschließen…

Meine Meinung:

Als ich das Buch in die Hand nahm, steckte ich gerade in einer üblen Leseflaute drin und die ersten Seiten schienen mir nicht wirklich dazu geeignet, diese Flaute zu überwinden. Doch dann las ich den ersten Brief, den Ellen an Nela geschrieben hat und mein Herz fing an zu weinen. Und von da an konnte ich die Geschichte nicht mehr aus der Hand legen.

Und ich warne Euch vor. Diese Geschichte steckt so voll wunderbarer Worte, dass ich vermutlich nicht umhinkommen werde,  das ein oder andere der Geschichte in dieser Rezension zu verraten.

Nela hat nie verwunden, dass ihr Vater sein Meermädchen verlassen hat. Sie wusste nicht warum. Dieses Verlassenwerden hat sie geprägt. Sie konnte keine Menschen mehr an sich heranlassen. Ein einsames und trostloses Leben, dass irgendwie nur aus Arbeit und ihrer Wohnung besteht. Alles geordnet, denn darüber hat sie zumindest die Kontrolle. Doch dann – gerade als ihr das Zuhause aufgrund von Eigenbedarf gekündigt wird, beschließt sie, einmal in ihrem Leben etwas Ungeplantes zu tun. Sie wird ans Meer fahren und sie wird den Menschen suchen, der das Herz ihres Vaters trägt. Und vielleicht, ganz vielleicht wird sie den Mut haben und Ellens Briefe lesen….

Nela: „Und überhaupt sprachen hundert Gründe gegen eine solche Reise. Sie wäre spontan, viel zu spontan, zu teuer, zu unpassend, zu nahe dran an meinem Vater, das ging einfach nicht, das war alles nicht geplant. Und dieses eine Mal warf ich das alles in den Wind.

Mutige Nela. So eine Entscheidung kostet Mut. Viel Mut. Aus dem Altbekannten, Vertrauten, Sicherem ausbrechen und sich auf eine Reise wagen, die alles irgendwie verändert. In Kauf nehmen, dass man sich mit seinen Gefühlen, seiner Angst und seiner Trauer auseinandersetzen muss, das ist unfassbar mutig.

Von diesem Moment an war mir klar, dass ich Nela begleiten muss, dass ich dabei sein muss, wenn sie anfängt, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.

Nela: „Dann stand ich im Türrahmen und tat den letzten Schritt, der mich auf den Bahnsteig führte und somit unwiederbringlich an einen Ort am Meer, das ich nie mehr hatte besuchen wollen.

Aber nie mehr war nun nur noch Vergangenheit.

Sie reist ans Meer und findet bei Henrietta, einer bezaubernden älteren Pensionswirtin eine Unterkunft. Drei Wochen kann sie bleiben. In einem kleinen Naturschutzgebiet. Direkt am Meer. An der rauen See, die ihr und ihrem Vater einst so viel bedeutet hat. Und in der Nähe von Maximilian, der als Teenager das Herz ihres Vaters bekommen hat.

Sie beginnt, sich nach und nach einzuleben und hat irgendwann auch den Mut, Ellens Briefe an Hannes zu lesen. Ihren Vater kennenzulernen.

Ellen erzählt in ihren Briefen vom Beginn ihrer Beziehung, von Hannes Dämonen und von ihrem Abschied. Und sie tut das auf eine unfassbar berührende Weise. Die Liebe, die die beiden füreinander empfinden, ist in jedem Wort spürbar. Diese Briefe haben mich zu Tränen gerührt. Jeder einzelne Brief:

Ich wusste, alles würde besser werden. Mit Dir würde die Welt aufhören, sich rückwärts zu drehen.

Ich war Schritt für Schritt an meine Grenzen gelangt, und ich wusste, dass ich noch weit darüber hinausgehen musste. Es gab keine Wahl, keinen Weg, der zurückführte oder der leichter war. Es gab nur das Vorwärts, das sich an den wenigen Stützpunkten Entlanghangeln.

Doch ich weiß, wie weh Trennungen sein können. Trennungen, die man nicht erwartet hat, die einen mitten aus dem Leben reißen, die Wunden schlagen, die immer wieder aufgehen und sich nur notdürftig stopfen lassen.

Diese Briefe und Ellens Worte verändern Nela. Sie beginnt, ihren Vater zu verstehen und vor allen Dingen, ihm zu verzeihen. Die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Und wieder Menschen in ihr Herz zu lassen. Nähe zuzulassen, obwohl immer die Gefahr besteht, wieder verletzt zu werden. Und zu kämpfen. Für sich, für ihr Leben, für die Menschen, die ihr etwas bedeuten. Nicht aufgeben. Weiter machen. Jeden Tag als Geschenk ansehen. Leben. Einfach nur leben.

Nela: „Kämpfer fühlen sich nie wie Kämpfer“, sagte ich, „weil sie nicht mit Fanfaren und Trompeten durch die Straßen ziehen und ihre Siege in die Welt hinausschreien. Wahre Kämpfer sind leise und vernarbt und die Siege, die sie errungen haben, haben ihnen einen Preis abverlangt.

Vielleicht konnte man nie, niemals vergessen. Aber verzeihen und vergeben, das konnte man, wenn man über seine Schatten sprang und sein Herz öffnete, egal wie ramponiert und zerkratzt es war. Denn das war es, was Verzeihen ausmachte: Man vergab eine zweite Chance, obwohl uns die erste so sehr verletzt hatte, wir öffneten uns neu, wo wir wund waren und der Schorf wieder aufbrechen konnte. Wir gingen dieses Risiko bewusst ein, weil es das manchmal wert war.“

Die Geschichte um Nela hat sich in mein Innerstes gebrannt. Sie hat mich zu Tränen gerührt und mir wieder einmal mehr bewusst gemacht, dass wir nur ein Leben haben und dieses Leben mit den Menschen teilen sollten, die uns wichtig sind, die wir lieben. Denn Zeit ist endlich.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

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