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Rezension: „Fräulein Schläpples fabehafte Steuererklärung“ von Catrin Barnsteiner

Zum Inhalt:

Fred Eisenbogen ist in seinem Finanzamt der gewissenhafteste Steuerprüfer. Jedes Gesetz hat er in seinem Kopf verankert und ist so korrekt, dass seine Ex-Frau ihm unterstellt hat, Tip-Ex zu pinkeln. Sein Leben ist geordnet und korrekt. Alles in seinem Leben geht seinen geregelten Bahnen nach. Regelverstöße existieren nicht und sind niemals eine Option.

Eines Tages begegnet ihm bei der Spät-Post eine junge Frau, die es mit seiner Hilfe noch gerade rechtzeitig an den Schalter schafft, um ihre Steuererklärung abzugeben. Fred ist von sich selbst ganz überrascht. Soviel Einsatz bei anderen Menschen ist er von sich nicht gewöhnt. Und Abweichungen von der Routine schon mal gar nicht.

Vor allem findet er die junge Frau ganz faszinierend und könnte sich verstellen, mit ihr etwas mehr Zeit zu verbringen. Sie nähern sich an. Doch Fred verschweigt ihr seinen Beruf. Wer will denn schon einen Finanzbeamten daten?

Doch dann landet ihre Steuererklärung auf seinem Tisch und er soll auf Anweisung seines Vorgesetzten ihre Unterlagen überprüfen. Damit nimmt das Chaos seinen Lauf….

Meine Meinung:

„Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung“ hat ziemlich unterhaltsam angefangen. Fred ist der Inbegriff des korrekten Beamten. Steuererklärungen und Gesetze sind sein Lebensinhalt. Er ist traurig, wenn sich in seinem Postkörbchen keine Arbeit mehr findet. Zahlen sind seine Leidenschaft. Dabei wirkt er ein wenig unbeholfen. Zu Beginn hätte ich ihn gerne an die Hand genommen, nachher fand ich seine Art anstrengend.

Sandra Schläpple ist das genaue Gegenteil von ihm: lebenslustig, fröhlich und ein klein wenig verrückt, sie liebt ihren kleinen Gartenbaubetrieb und hat mit Zahlen, Finanzen und Steuererklärungen nix am Hut. Deswegen überlässt sie ihrem Vater ihre Steuererklärung. Doch ihr Vater nimmt es mit den Steuern nicht so genau….

Die Geschichte hat mit jeder Menge Witz begonnen und ich hatte ziemlich viel Vergnügen an der Lektüre, zumal ich mich ja im Bereich Steuern etc. auch ein wenig auskenne. Leider hielt das Lesevergnügen nicht durchgehend an. Die Charaktere verloren mit dem Lauf der Geschichte zunehmend an Originalität und dadurch wurde die Geschichte dann eher zäh und langatmig. Schade. Die Beziehungen untereinander blieben farblos, mir hätte etwas mehr Tiefe gut gefallen.

Aber ich kann dennoch sagen: für Menschen, die auch beruflich mit Steuererklärungen zu tun haben, ist es schon recht unterhaltsam!

2 Kommentare

  1. Bücherteufelchen7000

    Beim Durchlesen der Inhaltsangabe hatte ich auch schon ein breites Grinsen im Gesicht. Die Story hört sich sehr lustig an. Schade, dass es wohl ein paar Schwächen gibt. Aber ich habe den Eindruck aus deiner Rezi gewonnen, dass das Buch durchaus lesenswert ist.
    Ich wünsche noch eine schöne Woche und liebe Grüße, Bücherteufelchen

    • nici

      Hallo Bücherteufelchen, ja das Buch war zu Beginn an witzig, nachher hatte es jedoch einige Längen. Aber alles in allem ein leichter unterhaltsamer Roman. Ich wünsche Dir ebenfalls eine schön Woche. Liebe Grüße Nicole

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