[Eigenes Exemplar / selbst erworben]
Zum Inhalt:
Eigentlich war nur ein einzelnes Treffen geplant. Von beiden. Doch beide können nach diesem einen Treffen am Meer nicht einfach zur Tagesordnung weitergehen, zu sehr hat sich das Erlebte aus Dominanz und Devotion mit diesem besonderen Menschen in ihre Seelen gebrannt und der andere Mensch sie tief berührt. Und so nimmt die Geschichte ihren Verlauf…

Meine Meinung:
Die Geschichte „Gefallenen gefallen“ hat mich vollkommen geflasht.
Nun habe ich schon jede Menge BDSM-Literatur gelesen und habe dadurch viele Vergleichsmöglichkeiten. Und – was soll ich sagen – das Buch hat es neben meinen anderen Lieblingsbüchern dieses Genres auf das oberste Treppchen geschafft.
Es vereint alles, was ich von einer ansprechenden erotischen BDSM-Geschichte erwarte bzw. erhoffe: eine angenehme Sprache, die an manchen Stellen durchaus sehr direkt wird, ohne ins unangenehm Vulgäre zu verfallen. Romantik (ja auch die darf da nicht zu kurz kommen), einen verantwortungsbewussten dominanten Charakter, der seine Sub auch sieht und spürt und – bei aller Dominanz – auch ihr Wohlergehen immer im Blick hat. Und eine Sub, die aus ihrer Devotion und der Hingabe für ihren Herrn ihre Stärke und ihren Stolz zieht.
Die Geschichte hat mich gleich auf der ersten Seite fasziniert. Der Schreibstil ist direkt, klar, poetisch, romantisch und – passend zum Genre – absolut fesselnd.
Die Geschichte wird abwechselnd in der Ich-Perspektive der beiden Charaktere erzählt.
Jedes Kapital beginnt mit einem Zitat, das den Leser zusätzlich zum Nachdenken anregt.
Am Anfang steht ein erstes Treffen. Eine erste Session, die sehr anregend beschrieben ist. Ein Abschied am nächsten Tag und die Sehnsucht auf beiden Seiten nach mehr, sobald sie einander räumlich verlassen haben.
Am liebsten würde ich mit Euch an dieser Stelle einige meiner Lieblingsstellen teilen, aber da die Sprache an vielen Stellen nicht ganz jugendfrei ist, muss ich diesmal leider darauf verzichten.
Was als einmalige Spielsession zwischen ihnen begann, entwickelt sich im Lauf der Geschichte zu einer tiefen Verbindung zwischen Dom und Sub, deren Grundlage Zuneigung, Respekt und gegenseitige Achtung und die Liebe zu einem klaren Machtgefälle in ihrer Beziehungsdynamik ist.
Beiden wird schnell klar, dass diese Verbindung und die Spielereien, die sie miteinander teilen, sich immer tiefer und größer in ihre Seelen einbrennt. So tief, dass irgendwann auch aus der aus der großen geografischen Entfernung ein Problem wird und die Sehnsucht nach einem gemeinsamen Leben in einem gemeinsamen Zuhause Überhand gewinnt.
An vielen Stellen in der Geschichte hat mich „Gefallenen gefallen“ an meine eigene tiefe Verbindung zu meinem Lieblingsmenschen erinnert. Auch wir haben einst eine Fernbeziehung mit gelegentlichen Treffen geführt. Nichtsahnend, dass aus diesem „mal schauen, was sich da entwickelt“ eine so tiefe und stabile Verbindung werden würde.
Die Geschichte hat mich auf so viele Arten tief berührt. Manche Szenen haben ein eindeutiges Kribbeln in meinem Inneren hinterlassen, manche Stellen haben mich laut auflachen lassen, manche haben mich zum Weinen gebracht und manche Seiten zum Lächeln. Die Geschichte ist einfach nur wundervoll.
Ein gelungener BDSM-Roman, der – im Klappentext als „mit direktem Bezug zur Realität“ beschrieben wird – auch für Neulinge dieses Genres wunderbar geeignet ist, die Dynamik einer D/s-Verbindung mit allen Facetten dem Leser nahe zu bringen.
Auch wenn ihr also in dieses Genre erstmal nur reinschnuppern wollt, kann ich Euch „Gefallenen gefallen“ nur ans Herz legen.
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