[Werbung / Rezensionsexemplar]

Zum Inhalt:

Marky ist 17 und frisch verliebt in seinen Crush. Doch noch ist es ungewiss, ob Val diese Gefühle erwidert. Und als ob das nicht schon als Problem für einen 17jährigen ausreichend ist, sind seine Tage von Geldsorgen und Schwierigkeiten mit dem eigenen Freundeskreis geprägt.

Er versucht, Val für sich zu gewinnen. Tik Tok Videos zum Thema „Männlichkeit“ sollen ihm dabei helfen. Doch ob das der richtige Weg ist?

Meine Meinung:
Die Geschichte von Marky ist eine Geschichte, wie sie vermutlich täglich tausende junge Menschen erleben. Die eigene Identität zu entwickeln, während man erwachsen wird. Sich durch den Schulalltag und die erste Liebe kämpfen. Rausfinden, wer man eigentlich ist. Was man beruflich machen will. Wer man überhaupt sein will. Das ist gar nicht so einfach. Umso logischer erscheint es, dass man sich, neben seinen Freunden, Hilfe und Unterstützung in den sozialen Medien sucht. Doch ist das immer so hilfreich?

Marky möchte Anerkennung. Er will nicht immer der „arme Typ ohne Markenklamotten“ sein und schuftet schwer, um sich zumindest die angesagten Klamotten leisten zu können. Freunde mit nach Hause bringen kann er nicht. Zu sehr schämt er sich für die ärmlichen Verhältnisse, die zu Hause herrschen. Er will cool sein. Angesagt. Und schwankt doch immer wieder zwischen Überforderung, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit. Das er dadurch leicht beinflussbar ist, ist die logische Konsequenz, als er über Videos stolpert, in denen es um die „wahre Männlichkeit“ als junger Mann geht. Und das verändert etwas ihn ihm. Verändert ihn. Sein Umfeld. Seine Freundschaften. Seine Beziehung.

Die Geschichte beschönigt nichts. Die Entwicklungen, die Marky und seine Freunde durchleben, sind die Entwicklungen die Jugendliche tagtäglich in unserer Gesellschaft erleben. Das Buch zeigt eindrucksvoll, was geschieht, wenn die falschen Sichtweisen einen jungen Menschen beeinflussen.

Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um mich in der Geschichte zurechtzufinden. Der Zeitablauf der Geschichte ist rückwärts über einen Zeitraum von etwas mehr als einem halben Jahr und beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem Marky Val begegnet. Sprachlich ist die Geschichte sehr an dem Slang, den die jungen Leute heutzutage verwenden, angelehnt.

Ich finde die Geschichte sehr wichtig. Gerade in unserer Zeit, wo die jungen Menschen jeden Tag sich mit Videos der sozialen Medien berieseln. Da macht diese Geschichte sehr, sehr nachdenklich und ich kann Sie sowohl jungen Lesern als auch Eltern nur ans Herz legen.

Was ich total schön fand: die gleichen QR-Codes mit dem zum jeweiligen Buchmoment passenden Song. Das hat beim Lesen gleich nochmal eine ganz andere Stimmung erzeugt.

Ich bedanke mich herzlich für das Rezensionsexemplar.