Der Bücher-Blog

Monat: Juli 2026

Retension: „All that we never were“ von Alice Kellen

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Die 19jährige Leah war glücklich. Sie hatte ein großartiges Leben. Doch dann sterben ihre Eltern bei einem Autounfall. Sie überlebt den Unfall. Und seitdem ist ihr Leben einfach nur grau, traurig und leer. Sie kommt mit dem Verlust ihrer Eltern nicht zurecht. Als dann auch noch ihr großer Bruder beruflich für ein Jahr wegziehen muss und sie bei seinem besten Freund Axel in der Zeit unterbringt, sieht Axel diese Zeit als Chance, Leah wieder leben zu sehen. Er hat nicht auf dem Schirm, dass er sich in die junge Frau verliebt….

Meine Meinung:

Das Buch ist der erste Teil einer Dilogie und hat mich sehr berührt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Leah und aus der Sicht von Axel erzählt. Der Perspektivenwechsel ist klar ersichtlich erkennbar. Weiterlesen

Rezension: „Elektrische Fische“ von Susan Kreller

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Emma zieht mit ihrer Mutter und ihren beiden Geschwistern nach der Trennung vom Vater von Irland in einen kleinen Ort nach Mecklenburg-Vorpommern zu den Großeltern mütterlichseits.

Während es für Emmas Mutter ein „nach Hause kommen“ ist, haben Emma, Dara und Aoife große Schwierigkeiten, sich einzugewöhnen. Heimweh, die zurückhaltenden Großeltern, die Enge des Hauses und die Schwierigkeiten in der Schule tun ihr Übriges dazu bei.
Also fasst Emma einen Plan: sie will zurück nach Irland. Und helfen soll ihr ihr Klassenkamerad Levin…

Meine Meinung:

Schon das Cover stimmt einen auf die Geschichte von Emma ein: ein junges Mädchen, ganz allein am Meer.

Emma will nicht nach Deutschland. Das belastet das Verhältnis zu ihrer Mutter sehr. Sie reden nicht mehr miteinandern. Die Mutter ist ihr fremd geworden. Alles erdrückt sie. Das Zimmer im Haus der Großeltern, dass sie mit ihrer kleinen Schwester teilen muss. Die wortkargen Großeltern, die so fremd sind. Die Schule, in der die anderen Jugendlichen alle irgendwie komisch sind. Der spießige Ort, in dem sie nun leben. Es gibt nichts, was in Velgow schön ist. Gar nichts.

Emmas achtjährige Schwester Aoife hat es noch schwerer. Sie spricht nicht so gut Deutsch wie Emma. Das und ihr ungewöhnlicher Name sorgen dafür, dass sie in der Klasse überhaupt keinen Anschluss findet. Nach kurzer Zeit zieht Aoife sich vollkommen in sich selbst zurück und hört auf mit Sprechen. Nichts, wirklich gar nichts, bringt sie dazu, wieder mit Reden zu beginnen.

Emma will zurück nach Dublin. Doch wie soll sie das anstellen? Als sie Levin kennenlernt und die beiden irgendwie Freunde finden, beschließt Levin ihr zu helfen und die beiden schmieden einen todsicheren Plan.

„Und im Zimmer meiner Mutter wird mir irgendwann klar, dass man mit Heimweh immer alleine ist, Heimweh ist ein winziger Raum, der nach Eukalyptusriecht, Heimweh ist ein Zimmer mit alten braunen Möbeln und einem viel zu schmalen Bett und das schlimmste Heimweh ist das, das nach einigen Monaten wiederkommt, viel stärker als zuvor und ausgerechnet dann, wenn man schon gar nicht mehr richtig daran gedacht hat.“ – Seite 130

Levin hat auch ein schweres Päckchen zu tragen. Die Krankheit seiner Mutter bestimmt das Leben seiner Familie. Und auch er ist einsam. Sie wie Emma. Wenn auch auf eine andere Art und Weise.

Und so nähern sich die beiden an. Werden Freunde. Und dann rückt der Tag der Flucht nach Dublin immer näher….

„Ich glaube, ein Abschied beginnt spätestens dann, wenn man genau zählen kann, wie oft man sich noch sehen wird. Oder wenn man es ungefähr sagen kann. Oder wenn man nicht weiß, ob man sich überhaupt noch mal sieht“ – Seite 149

Emma ist mutig. Emma will sich nicht mit der Situation abfinden. Doch – unmerklich verändert sich etwas in ihr. Alles wird vertrauter. Levin ganz besonders. Die Einsamkeit verändert sich. Fast unbemerkt.

Die Einsamkeit und Traurigkeit von Emma und ihren Geschwistern sind zu Beginn auf jeder Seite zu spüren. Das Leben scheint vollkommen trostlos. Diese Stimmung dominiert den größten Teil der Geschichte. Das kann mitunter beim Lesen beklemmend wirken.

Dennoch gibt es nach einem Weilchen auch Lichtblicke und Hoffnung. Hoffnung, dass Freundschaft auch trostlose Situationen verändern kann. Das aus schwierigen Situationen auch etwas Gutes entstehen kann. Auch wenn man das zu Beginn nicht sehen kann.
Man darf nur die Hoffnung nicht aufgeben und muss sein Herz öffnen. Und versuchen, auch im Regen zu tanzen.

„Elektrische Fische“ ist ein lesenswertes Buch und gleichermaßen für junge Leser und Erwachsene geeignet.

Rezension: „Die Haushälterin“ von Joy Fielding

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Jodis Tag könnte mehr als 24 Stunden haben, so viel hat sie täglich zu tun. Da sind ihre beiden Kinder, ihr Mann, ihr Job und schließlich noch ihre betagten Eltern mit ihrer schwerkranken Mutter, die viel Unterstützung brauchen.

Da kommt die resolute und engagiert Elyse, die sich als Haushälterin vorstellt, genau recht. Überraschenderweise frisst Jodis schwieriger Vater Elys bereits nach kurzer Zeit aus der Hand. Jodi ist eigentlich erleichtert, doch bald schleicht sich ein ungutes Gefühl ein. Jodi ignoriert es, denn alles läuft gerade einigermaßen gut. Doch dann stirbt plötzlich ihre Mutter….

Meine Meinung:

Spannender Roman. Nicht zwingend überraschend, aber trotzdem sehr unterhaltsam. Weiterlesen

Monatsrückblick: Juni 2026

Ihr Lieben,

habt ihr das furchtbar heiße Wochenende überstanden? Wir waren die ganze Zeit nur drinnen und ich war sehr dankbar, dass mein Kühlschrank einen großen Vorrat an Eiswürfeln hat, auch wenn wir diesmal zum ersten Mal den Vorrat fast gänzlich aufgebraucht haben. Ich hoffe sehr, dass Klimaschutz  zukünftig mehr Priorität hat, damit diese Hitze im Sommer kein Dauerzustand wird. Und ich habe darüber nachgedacht, welchen persönlichen Beitrag ich dazu leisten kann, die Umwelt und das Klima zukünftig weniger zu belasten.

Ich habe mir die Zeit mit Lesen vertrieben und mit einem Buch über einen Eishockeyspieler angefangen. Ja, genau, der erste Roman der Eishockeyreihe von Elle Kennedy. Ich bin in die Serie reingezappt und fand die erste Folge ganz gut, aber dann muss ich auch zuerst das Buch lesen.

Damit kommen wir zu den neu eingezogen Bücher in diesem Monat: 8 an der Zahl. Das geht eigentlich, aber ich war auch auf keinem Flohmarkt im Juni und nur einmal im Zweimalschön.

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