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Schlagwort: Tod (Seite 1 von 3)

Rezension: „Eine kurze Geschichte vom Fallen – Was ich beim Sterben über das Leben lernte“ von Joe Hammond

Zum Inhalt:

Seinen ersten Sturz nimmt Joe Hammond nicht allzu ernst. Kann eben passieren, doch als er öfter stürzt, wird ihm klar: „Hier stimmt etwas nicht“. Beim Arzt dann die niederschmetternde Diagnose: Joe Hammond wird innerhalb kürzester Zeit die Kontrolle über seine Gliedmaßen verlieren und letztendlich an der Erkrankung versterben. Ein Schock für die Familie. Seine Frau und seine beiden Kinder werden alleine zurückbleiben. In „Eine kurze Geschichte vom Fallen – Was ich beim Sterben über das Leben lernte“ nimmt er uns mit auf seinen Weg des Abschieds und des Loslassens von seinem Leben…

Meine Meinung:

Tatsächlich finde ich es schwierig, passende Worte zu dem Buch zu finden. Das Schicksal von Joe Hammond und seiner Familie ist tragisch und berührt mich sehr. Ich mag mir nicht vorstellen, wie es sein muss, zu wissen, dass man Tag für Tag immer mehr von sich selbst verliert, irgendwann vollständig auf fremde Hilfe angewiesen ist und dann – ohne jede Chance auf Heilung – sterben wird. Die Angst und die Trauer mag ich mir nicht mal ansatzweise ausmalen.

Joe Hammond nimmt uns ein Stück weit mit in seine Vergangenheit, die ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er letztendlich geworden ist. Er lässt uns an wichtigen Erinnerungen teilhaben und auch an seinem Alltag als schwerkranker Mensch.

Gleichwohl fand ich das Buch zeitweise schwierig zu lesen, denn für mich fühlen sich seine Worte sehr distanziert und sachlich an. Aber vielleicht ist das auch einfach seine Art, mit dem Unausweichlichen umzugehen.

Ich mag mir darüber auch kein Urteil erlauben, denn es ist sein persönlicher Abschied von seinem Leben und mir steht darüber keine Beurteilung zu. Ich weiß nicht, wie ich mit dem Wissen um das baldige Ende umgehen würde.

Joe Hammond verlor Ende 2019 den Kampf gegen seine Krankheit und hinterlässt seine Frau und seine beiden Söhne.

Rezension: „Rock den Himmel, mein Held“ von Ines Gillmeister

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Zum Inhalt:

Ines und Simon. Die ganz große Liebe. Für immer soll es sein. Ines ist gerade mit ihrem zweiten Kind schwanger, als sie eine Hiobs-Botschaft erhalten:  Simon ist unheilbar an Krebs erkrankt. „Für immer“ bedeutet plötzlich maximal nur noch ein paar Jahre. Die beiden sind geschockt. Traurig. Und doch nehmen sie voller Mut und Liebe den Kampf gegen Krebs „Kunibert“ auf. Eine Stammzellenspende soll Simon mehr Lebenszeit verschaffen, doch ein Spender ist nicht in Sicht. Ines mobilisiert alle Kräfte, um für Simon einen passenden Spender zu finden. Sie ruft einen Blog ins Leben, organisiert Typisierungsaktionen, doch für Simon wird niemand gefunden. Irgendwann ist klar, dass die Zeit, die ihnen bleibt, nur noch sehr kurz sein wird und doch wollen sie sie so intensiv nutzen, wie nur irgend möglich…

 

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Rezension: „Wenn Donner und Licht sich berühren“ von Brittainy C. Cherry

Zum Inhalt: Jasmine hat keine glückliche Kindheit. Immer wieder versucht sie den Ansprüchen ihrer Mutter gerecht zu werden, die nichts unversucht lässt, um Jasmine als Popstar bekannt zu machen. Dabei gehört ihr Herz dem Soul.  Doch davon will ihre Mutter nichts wissen.

Eines Tages begegnet ihr auf der Straße ihr Schulkamerad Elliott, der unbeschreiblich schöne Musik macht. Diese Musik ist, die die beiden zueinander finden lässt und ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellt. Es könnte alles wunderbar sein, doch das Schicksal hat andere Pläne…

Erst viele Jahre später begegnen sich die beiden erneut. Doch Elliott ist nicht mehr der, der er war. Sein Herz ist zu Eis erfroren. Jasmine will nicht aufgeben. Tief in ihrem Inneren spürt sie, dass er sie immer noch liebt…

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Rezension: „Morgen irgendwo am Meer“ von Adriana Popescu

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Zum Inhalt: Zum letzten Mal Sommerferien. Und ein Road Trip nach Lissabon. Klingt ziemlich großartig. Klingt nach Spaß. Nach Sonne, Meer und jeder Menge Party. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Denn Romy, Julian, Konrad und Nele tragen alle vier mehr als genug seelisches Gepäck mit sich herum. Und während sie gemeinsam auf engstem Raum dem Meer entgegenfahren, fällt es ihnen zunehmend schwerer, ihre Geheimnisse zu wahren….

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Rezension: „Marco und Dima“ von Bela Vivo

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Zum Inhalt:

Berlin 1993. Die Wende ist noch nicht allzu lange her. Doch in vielen Köpfen macht sich Unmut breit. Unmut und Hass. So auch bei Marco. Der junge Mann hat kaum Perspektiven. Er ist in die rechte Szene reingerutscht und fühlt sich dort willkommen und gut aufgehoben. Als er seinen Job verliert, ist es ihm nur recht, den Ausländern die Schuld daran zu geben.

Dima ist gerade 18 geworden und lebt seit einiger Zeit mit seinen Eltern und seinem Bruder in Deutschland. Ursprünglich in Russland geboren, versucht Dima in Deutschland Fuß zu fassen. Während sein Bruder mit Drogen dealt, versucht Dima auf ehrliche Art und Weise über die Runden zu kommen.

Eines Abends treffen Marco und Dima in einer Kneipe aufeinander. Die Situation eskaliert und Marco flieht von Deutschland nach Brasilien, nichtsahnend, dass ihn das Zusammentreffen mit Dima noch lange verfolgen wird….

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Rezension „Mein Jahr mit dir“ von Julia Whelan

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Zum Inhalt:

Für die junge Amerikanerin Ella erfüllt sich ein Traum: sie bekommt ein Stipendium für Oxford. Studienschwerpunkt: Klassische Englische Literatur

Kaum in Oxford angekommen, lernt sie Jamie kennen und kann ihn überhaupt nicht leiden. Doch Jamie hat mehr Tiefgang, als Ella vermutet und der Zufall will, dass es unvermeidbar ist, dass sie sich permanent begegnen. Es kommt, wie es kommen muss: zwischen den Beiden entbrennt eine Leidenschaft und sie beginnen einen Affäre. Mit klaren Regeln. Auf keinen Fall eine Beziehung. Die will keiner von beiden. Ella nicht, weil sie im Juni wieder zurück in die Staaten muss und sich auf ihre politische Karriere konzentrieren will und Jamie nicht, weil er ein Geheimnis hat, dass er nicht ewig vor Ella verbergen kann….

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Rezension „Der Himmel gehört uns“ von Luke Allnutt

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Zum Inhalt:

Rob führt ein glückliches Leben mit seiner großen Liebe Anna. Der kleine Jack ist die Krönung ihres Glücks. Fünf Jahre lang. Doch dann erkrankt Jack unheilbar an Krebs. Während Anna versucht, die verbleibende Zeit so schön wie möglich zu gestalten, greift Rob nach jedem Strohhalm. Mit fatalen Folgen….

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Rezension: „Das tiefe Blau der Worte“ von Cath Crowley

Zum Inhalt:

Rachel und Henry sind schon immer beste Freunde. Am liebsten hängen sie zusammen in der Buchhandlung von Henrys Eltern rum und schwelgen in den Buchschätzen. Irgendwann stellt Rachel fest, dass sie Henry liebt, doch er entscheidet sich für Amy und dann, dann zieht Rachel mit ihrer Familie weg….

Das wars. Denkt sie. Kein Henry mehr. Nie mehr. Doch dann stirbt ihr Bruder bei einem tragischen Unglück und Rachel kehrt zurück in die kleine Buchhandlung und in Henrys Leben…

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Rezension „Die Stille meiner Worte“ von Ava Reed

Zum Inhalt:

Hannah war ein glückliches junges Mädchen. Bis zu jenem Tag, an dem ihre Zwillingschwester Izzy starb und sie selbst schwer verletzt wurde. Seitdem fehlen ihr die Worte. Sie hat aufgehört zu sprechen. Nur schreiben an Izzy geht noch. Danach verbrennt sie die Worte. Jede Nacht aufs Neue.

Hannahs Eltern haben das Gefühl, beide Töchter verloren zu haben und in ihrer Hilflosigkeit melden sie Hannah in St. Anna an, ein Internat für Kinder, die traumatische Erfahrungen erlebt haben. An diesem „Ort für zerbrochene Dinge“ lernt Hannah Levi kennen. Levi hat sein eigenes Päckchen zu tragen, doch Hanna fasziniert ihn. Er schließt sie in sein Herz und mit seiner Hilfe, kann Hannah ihren Schmerz langsam zulassen und verarbeiten und sich selbst wiederfinden …

Wenn wir uns unserer Vergangenheit stellen, gibt es zwei Möglichkeiten: sie besiegt uns oder wir besiegen sie. Wir wissen es erst, wenn wir es versucht haben.“ – Seite 268

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Rezension: „Mein Herz in allen Einzelteilen“ von Julie Buxbaum

Zum Inhalt:

Kit ist 16 und eigentlich einigermaßen beliebt in der Highschool. Zumindest im oberen Mittelfeld. Doch seit ein paar Wochen ist alles anders. Seit ihr Vater bei einem Autounfall tödlich verunglückte, ist in Kits Leben nichts mehr so wie es wahr. Die Trauer bestimmt ihr Leben. Sie kann nicht mehr mit ihren Freundinnen reden, alles erscheint ihr trivial, sinnlos, oberflächlich.

Eines Mittags entscheidet sie sich spontan, sich zum Essen an einen anderen Platz zu setzen. Und so landet sie bei David am Tisch. David, dem Außenseiter. Der so gut wie niemals mit anderen spricht. Der einfach seltsam ist. Und unfassbar klug.

David – eigentlich mag er seinen Namen nicht leiden, aber das war nun mal die Entscheidung seiner Eltern – sitzt beim Essen grundsätzlich alleine. Beim Gehen trägt er immer seinen Kopfhörer und hört Musik. Und die meisten Menschen versteht er nicht. Sie sind für ihn anders. Gefühle sind für ihn anders. David hat das Asperger-Syndrom.

Doch Kit mag er. Jedenfalls ist sie nicht grell und laut, sondern leise und sanft. Und irgendwie ist sie schon immer in seinen Gedanken.

Eines Tages geschieht das Wunder. Kit Lowell setzt sich an seinen Tisch… und das Unmögliche scheint plötzlich machbar. Können die zwei Freunde werden? Denn David ist der Einzige, mit dem Kit noch reden kann. Der Einzige, der sie und ihre Trauer zu verstehen scheint…

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