[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Seit ihre Mutter bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, macht alles in Juliets Leben keinen Sinn mehr. Das Einzige, womit sie ihren Tag neben der Schule verbringt, ist der tägliche Besuch auf dem Friedhof beim Grab ihrer Mutter. Dort legt sie die selbstgeschriebenen Briefe ab, die sie ihr immer wieder schreibt.

Eines Tages stellt sie fest, dass jemand auf ihren Brief an ihre Mutter geantwortet hat. Zuerst ist sie empört und will ihm eine wütende Antwort dalassen, doch dann entwickelt sich daraus ein Briefwechsel, der ihr Leben und ihre Trauer verändern wird…

Meine Meinung:

Was. Für. Ein. Wunderbarer. Roman.

Juliet ist zerbrochen. Der Tod ihrer Mutter hat alles, was sie in ihrem Leben hatte, gefährlich ins Wanken gebracht. Wieder in den Alltag hineinzufinden und die Dinge, die sie vor dem Unfall getan hat, zu tun, schein unerreichbar fern zu sein.

Als sie auf den Brief an ihre Mutter von einem unbekannten Jungen eine Antwort erhält, ahnt sie nicht, dass dieser beginnende Schriftwechsel alles verändern wird. Denn auch – The Dark – hat einen großen Verlust erlitten und so finden die beiden mit Hilfer ihrer Worte zueinander. Ohne zu ahnen, wer denn der andere ist.

Und tatsächlich kennen sie sich. Sie gehen auf die gleiche Schule. Und sie können sich nicht leiden im realen Leben Zu Beginn zumindest.

„The Dark“ Declan findet zuerst raus, wer „Cemetry Girl“ in Wirklichkeit ist. Und er kann die berührenden Emails nicht mit der realen Person in Verbindung bringen und überlegt mehr als einmal, einfach den Kontakt abzubrechen. Denn Juliet kann er tatsächlich nicht leiden.

Doch irgendetwas bringt sie auch in der realen Welt immer wieder zueinander und so kommen sie sich auch im realen Leben näher….

In der Geschichte steckt so viel Trauer, so viel Leid, so viel Schuldgefühl. Declan hat in jungen Jahren mehr Verantwortung aufgebürdet bekommen, als ein Junge tragen sollte und sein Kummer und seine Verletzungen und sein Misstrauen haben mich in jedem Moment tief berührt. Das Verhalten seiner Mutter und seines Stiefvaters haben mich beim Lesen wütend gemacht. So sollte man sein Kind nicht behandeln.

Doch Declan findet im Lauf der Geschichte unerwarteten Rückhalt und durch diesen beginnt er, sein Leben und sein „Bad Boy“- Verhalten ins positive umzuwandeln. Es war schön, mitzuerleben, wie Declan beginnt, Vertrauen zu fassen. Den Mut zu bekommen, auszusprechen, was er braucht. Wie man ihm helfen kann.

Die Geschichte der beiden hat mich sehr berührt und auch dieses Buch vermochte ich kaum aus der Hand zu legen.

Sie wird jeweils abwechselnd aus der Sicht von Juliet und von Declan erzählt, ergänzt um den Brief- bzw. Emailverkehr der Beiden.

Der Schreibstil hat mich sehr schnell überzeugt und ich habe sehr schnell in diese wunderbare Geschichte hineingefunden.

Von mir gibt es für „Der Himmel in Deinen Worten“ eine Leseempfehlung.