[Werbung / eigenes Exemplar / selbst gekauft]

Zum Inhalt:

Großbritannien 1665: Endlich darf die junge Hanna nach London reisen und ihre ältere Schwester Sarah in ihrem Zuckergeschäft unterstützen. Lange Zeit hat sie darauf hingearbeitet. Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie den jungen Apothekerlehrling Tom kennen und zwischen den beiden bahnt sich eine zarte Liason an. Doch dann bricht die Pest in London aus…

Meine Meinung:

Der knapp 250 Seiten starke Jugendroman entführt die Leser in eine sehr dunkle Zeit nach London. Die Pest wütete 1665 in der Großstadt und löschte damals einen großen Teil seiner Bevölkerung aus.

Die Geschichte vereint Fiction und historische Ereignisse in einem unterhaltsamen Roman mit einer bezaubernden jungen Protagonistin, die gemeinsam mit ihrer Schwester Sarah in London einen Zuckermacherladen betreibt und allerlei Süßigkeiten für die gut situierte Bevölkerung der Stadt herstellt.

Die Pest macht ihnen zu Beginn erstmal keine große Angst. Noch weit weg. Nur wenige Fälle, dich im Lauf der Geschichte ändert sich das. Keiner von ihnen kann sich zu Beginn vorstellen, dass es so schlimm werden würde. Doch nach nur kurzer Zeit sind die ersten Pestfälle auch in ihrer unmittelbaren Umgebung.

Sie versuchen alles, um sich vor der Ansteckung zu schützen. Was dennoch in Anbetracht des Jahrhunderts nicht viel ist. Aberglaube spielt eine große Rolle bei der Wahl der Heilmittel und die damalige Unwissenheit was Hygiene und Ansteckungsgefahr betrifft verschlimmert die Situation um ein Vielfaches.

Und während die Pest immer weiter wütet und die Menschen in Scharen sterben, nähern sich Tom und Hannah immer weiter an, doch als sich Sarah und Hannah die Gelegenheit bietet, London verlassen zu können, ist ihnen schnell klar, dass sie diese Chance wahrnehmen müssen. Ob Hannah Tom jemals wiedersehen wird, steht in den Sternen.

Die Hardcoverausgabe des Buches ist wundervoll gestaltet: Lesebändchen und zu jedem Kapitel einen Tagebuchauszug aus Samuel Pepys Tagebuch machen das Buch auch optisch zu einem Lesevergnügen. Das Glossar lässt keine Begriffe unerklärt und die Anmerkungen über den Pestausbruch am Ende des Buches empfand ich als hilfreich, um die Ereignisse des Buches nochmal für mich mit den Fakten zu ergänzen.

Es gibt noch einen zweiten Band „Ascheblüten“ der direkt im Anschluss spielt.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für „Die Schwester der Zuckermacherin“ für Leser:innen, die gerne historische Romane lesen. Das Buch ist für Leser:innen ab 14 Jahren gut geeignet.