[Eigenes Exemplar]
Zum Inhalt:
Petra und ihre Nichte Charlie haben alles verloren, was man sich nur vorstellen kann: Petras Schwester / Charlies Mama ist an Krebs verstorben. Der Friseursalon von Petra ist aufgrund der Umstände insolvent vergangen und die gemietete Wohnung wurde gekündigt. Also verlassen die beiden Stockholm und fahren nach Nyponviken – einen kleinen Ort an der schwedischen Küste – in dem Petra eine kleine Wohnung besitzen soll. So heißt es in dem Brief, den Paras Schwester ihr hinterlassen hat.
Angekommen in diesem bezaubernden kleinen Ort, finden die beiden tatsächlich vorübergehend ein Zuhause. Als sie eines morgens einen Adventskalender vor der Tür der Wohnung finden, ahnen sie nicht, dass dieser Adventskalender ihr Leben komplett auf den Kopf stellen wird….

Meine Meinung:
Nachdem ich letzte Jahr zur Weihnachtszeit von Jenny Fagerlund „24 gute Taten“ schon verschlungen habe, habe ich mir für dieses Jahr „24 Wege nach Hause“ auf den SuB gelegt.
Und was soll ich sagen: wieder einmal hat Jenny Fagerlund einen Weihnachtsroman geschrieben, der mich sehr berührt hat.
Petra hat alles verloren, was ihr etwas bedeutet: die Eltern bereits vor einigen Jahren, nun ihre einzige Schwester, ihr Zuhause und ihren geliebten Friseursalon. Und ihr Freund Nick will keine feste Beziehung. So hat sie es in einem Gespräch, welches er mit einem Kollegen geführt hat. Unabsichtlich belauscht. Also bricht sie alle Zelte ab. Verfrachtet ihre trauernde 12jährige Nichte in das Auto und fährt durch schlimmstes Schneegestöber quer durch Schweden.
Auf dem Hof mit der Gärtnerei, bei Viveka, der grummeligen Berit, der lustigen Maja und dem mürrischen Holger finden die beiden ein Zuhause. Als Petra erfährt, dass der Hof kurz vor dem Bankrott steht, packt sie mit an, wo sie nur kann.
Charlie – die zuerst unbedingt wieder zurück nach Stockholm will, beginnt ebenfalls in dieser liebevollen Gemeinschaft anzukommen und ihre eigene Trauer zu verarbeiten. Der kleine Hund, der scheinbar kein Zuhause hat, hilft ihr dabei ungemein.
Und dann ist da noch der ominöse Adventskalender. Angeblich von der Stadtverwaltung ausgegeben, verbirgt sich hinter jedem Türchen ein Ort, eine Person, ein Stück Geschichte von Nyponviken und der Künstlerin Lilly, die diesen Kalender gestaltet hat. Petra – zu Beginn erst zurückhaltend, findet durch diesen Adventskalender wieder zu sich selbst zurück und erfährt ein Geheimnis über ihre eigene Vergangenheit, die ihr komplettes Leben verändern wird.
Die Geschichte ist einfach nur toll. Ich kann sie Euch als Weihnachtslektüre für das kommende Weihnachten nur ans Herz legen. Für alle Menschen, die Weihnachten lieben, die vielleicht jemanden verloren haben, die trauern, die das heimelige Gefühl von Familie, Freundschaft und Zuhause beim Lesen spüren wollen, sind mit dieser wundervollen Weihnachtsgeschichte sehr gut beraten. Ich hoffe sehr, dass Jenny Fagerlund noch viele weitere Weihnachtsgeschichten herausbringt.
Meine Rezension zu „24 gute Tagen“ findet ihr hier.
Schreibe einen Kommentar